1878
Mit 32 Jahren gründet der Krefelder Brauer Josef Diebels die Export-Bier-Brauerei Jos. Diebels A.G.. Als Firmensymbol wählt er den aufspringenden Hirschen, ein Teil des Issumer Gemeindewappens.

1899
11.000 Hektoliter und die damals schon eindrucksvolle technische Ausrüstung wie Gärkeller, Sudhaus, Dampfmaschinen und Eiskeller gelten als hochmodern und wegweisend für die Brauereitechnik. Ein Fuhrpark mit 12 Pferden sorgt für eine gut funktionierende Distribution.

1901
Die Bestrebungen, die Produktion effektiver zu gestalten und gleichzeitig die Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter zu erleichtern, veranlassen Josef Diebels die alten Petroleumlampen und Rübölleuchten durch elektrisches Licht zu ersetzen.

1907
Der Sohn Josef Diebels jun. steigt mit 17 Jahren in die Brauerei ein,

1911
folgt ihm sein Bruder Paul mit ebenfalls gerade mal 17 Jahren in das Familienunternehmen.

1914 - 1917
Einschneidende Veränderungen durch den 1. Weltkrieg - Durch die Verknappung der Rohstoffe und der Einberufung des Personals wird nur leichtes Einfachbier oder Malzbier gebraut.

1920
Es darf in Deutschland wieder „Starkbier“ gebraut werden. Erwerb der „Niederrheinischen Aktien-Brauerei Xanten“. Das Absatzgebiet vergrößert sich und neben den Fuhrwerken werden die ersten Lastkraftwagen angeschafft.

1922
Josef Diebels sen. stirbt und seine Söhne führen die Brauerei in seinem Namen weiter.

1928
Man blickt auf eine 50 jährige Geschichte zurück und was bis dahin geleistet wurde, zeigt ein Blick in die damalige Betriebseinrichtung. Es gibt ein Sudhaus mit 35 Zentner Schüttung, 2 Kompressoren, eine automatische Fassreinigungs- und Füllmaschine, 7 Lastwagen, 4 Gespanne sowie 10 Angestellte und 17 gewerbliche Arbeitnehmer. Der jährliche Bierausstoß beträgt 24.500 Hektoliter.

1936
Ein neuer Dampfkessel wird installiert und der Schornstein wächst auf beachtliche 44 Meter. Fass- und Flaschenbier bekommen neue Lagerräume, ebenso wird ein neues Verwaltungsgebäude bezogen.

1940
Die Investitionen machen sich bezahlt und der Hektoliterausstoß steigt auf 39.000 hl. Der zweite Weltkrieg trifft die Brauerei hart und macht vieles zu Nichte. Nach dem Krieg gehen Josef und Paul Diebels mit viel Willenskraft an den Wiederaufbau der Brauerei.

1949
Ein neu geschaffenes Sudhaus kann in Betrieb genommen werden und das erste „Friedensbier“ fließt. Die dritte Diebels Generation steigt in das Unternehmen ein.

1951
Dipl.-Brauerei-Ing. Hanns-Otto Hasebrink-Diebels tritt in das Unternehmen ein (Schwiegersohn von Josef Diebels).

1956
Dipl.-Kaufmann und Dipl.- Brauerei-Ing. Karl Heinz Bösken-Diebels tritt in die Unternehmensführung der Brauerei ein (Schwiegersohn von Paul Diebels).

1957- 1958
Die Erweiterung des Gärkellers und der Ausbau des Lagerkellers wird vorangetrieben, die letzten Holzfässer werden abgeschafft.

1965 - 1969
Ein neuer Flaschenkeller mit einer 20.000er Abfüllanlage wird gebaut und in Betrieb genommen.

1967
Besucher aus aller Welt kommen, um sich über die neuste Brautechnik zu informieren – Diebels ist eine Brauerei auf neuestem technischen Standard. Diebels besitzt den ersten Strainmaster der in Deutschland installiert wurde. Er bringt die dreifache Leistung eines herkömmlichen Läuterbottichs. Als erste Brauerei führt Diebels zylindrokonische Gärbehälter für obergäriges Bier ein. Die Bügelflasche wird durch die Euro-Flasche ersetzt.

1973
Zwei neue Tiefbrunnen entstehen und der Bau einer neuen Fassabfüllung wird fertig gestellt.

1975
500.000 Hektoliter Jahresausstoß.

1976
Fertigstellung des 2ten Flaschenkellers mit einer bisher einmalig in Deutschland eingesetzten Klimatisierung und einer Lärmschutzanlage für die Mitarbeiter.

1977
Die Modernisierungen gehen mit einer Spezialisierung einher, weg vom Pils, Export, Stark- und Dunkelbier konzentriert man sich auf das Diebels Alt Bier.

1978
100 jähriges Jubiläum der Brauerei Diebels.

1981
Diebels wird Hektoliter Millionär.

1982
Diebels ist Marktführer im Altbiersegment – Diebels wird zum meistgetrunkenen Altbier der Republik und damit zum Synonym für die Sorte Alt.

1987
Diebels bringt das erste Alkoholfreie Alt auf den Markt.

2000
Markteinführung von Dimix, dem modernen Diebels Cola Mix.

2001
Diebels wird Teil der belgischen Interbrew-Gruppe.

2005
Diebels wird Teil von InBev, dem größten Braukonzern der Welt. Nach knapp 30 Jahren wird in Issum wieder ein Diebels Pils gebraut.

2008
Am 06. September feierte die Brauerei Diebels ihren 130. Geburtstag.